Können MINT-Weiterbildungsangebote Stereotypen in der Zukunft vermeiden?!

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Haushaltsführung und Kindererziehung. Diese Begriffe assoziieren in unserer Gesellschaft seit Jahrzehnten eher das Bild der Frau als das des Mannes. Handelt es sich bezüglich des Habitus zudem um ländlich geprägte Regionen, kommen Begriffe wie work-life-education-balance für Frauen in dieser Vorstellung selten vor. Doch wie können diese Stereotypen überwunden werden?

Frau mit VR-Brille

Die Digitalisierung ermöglicht flexibles Arbeiten in Zeit und Ort und kann somit nicht nur ein Lösungsansatz für die work-life-balance sein sondern viel mehr für die Geschlechtergerechtigkeit. Somit kann die Digitalisierung als Instrument zum Abbau von Geschlechter-Stereotypen insbesondere in der Weiterbildung beruflich Qualifizierter dienen.

Durch den Einsatz neuer Lehr- und Lernformen wie beispielsweise dem Blended-Learning-Ansatz oder aktivierende Lehrformen bezüglich der beruflichen Erfahrung sowie digitaler Lernarchitekturen in weiterbildenden Institutionen und der damit notwendig werdenden Modularisierung der Weiterbildungsangebote entsteht, insbesondere für Teilnehmende ein enorm hoher Grad an Flexibilität. Diese Flexibilität ermöglicht, im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, eine ausgeglichene work-life-education-balance. Karrieren für Frauen in allen Berufsgruppen, aber vor allem im bis dato von Männern dominierenden MINT-Bereich, gewinnen dadurch deutlich an Attraktivität. Digitalisierung kann somit als Chancen und Möglichkeiten sowohl zur Geschlechtergerechtigkeit als auch zum Abbau von Stereotypen gesehen werden.

Das Teilprojekt OTH mind - #aufstieggestalten der OTH Amberg-Weiden stellt sich unter anderem dieser Herausforderung und entwickelt ein über die Region angelegtes wissenschaftliches Bildungsangebot für lebenslanges Lernen. Als eine zielgruppenadäquate und bedarfsorientierte Angebotskonzipierung werden vor allem Aspekte zu Modularisierung, Blended-Learning sowie Gender Mainstreaming und Diversity Management berücksichtigt. Dieses Konzept stellt unter anderem einen möglichen Modellansatz zur Vermeidung beziehungsweise zum Abbau von Stereotypen durch eine zielgruppenadäquate MINT-Weiterbildungsstruktur im Hochschulsystem dar.