Eine Brücke nach Mittel-Osteuropa

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Eine Brücke nach Mittel-Osteuropa – die hat die OTH Amberg-Weiden schon zu ihrer Gründung geschlagen. Mit dem „OTH AW Kompetenzzentrum Bayern – Mittel-Osteuropa (MOE)“ stabilisiert sie nun die Verbindung nach Osten. Eine MOE-Sprache zu sprechen und die dazugehörige Regionalkompetenz zu besitzen, stellt für Studierende in vielerlei Hinsicht eine interessante (Schlüssel-)Kompetenz dar.

Brücke

OTH blickt nach Mittel-Osteuropa

Durch die geographische Nähe der Ostbayerischen Technische Hochschule (OTH) Amberg-Weiden zum östlichen Europa ist ein Austausch mit Ländern in Mittel- und Osteuropa von Anfang an im Profil der Hochschule verankert. So pflegt die OTH Amberg-Weiden seit ihrer Gründung vor 25 Jahren enge Kontakte zu Partnern in Mittel- und Osteuropa (MOE). Bereits mehr als die Hälfte der Partnerhochschulen liegt somit auch in dieser Region. Im Kontext der grenzübergreifenden Zusammenarbeit im Hochschulbereich fand bereits das 2. Bayerisch-Tschechische Hochschulforumder Bayerisch-Tschechischen Hochschulagentur und der OTH Amberg-Weiden in Weiden statt. In dem Projekt „Cross-Cultural Management“ arbeiteten beispielsweise die Westböhmische Universität Pilsen und die OTH Amberg-Weiden zusammen. Studierende beider Hochschulen beschäftigten sich in sechs interkulturellen Gruppen mit aktuellen Themen aus den Bereichen Cross-Cultural. Zudem hat ein Großteil der regionalen Unternehmen Dependancen und Partner in MOE, sodass auch für Studierende die Kenntnis einer MOE-Sprache und die Regionalkompetenz eine interessante (Schlüssel-)Kompetenz darstellt.

Mit dem „OTH AW Kompetenzzentrum Bayern – Mittel-Osteuropa (MOE)“ soll genau an dieser Schnittstelle angesetzt werden. Die sechs Strategiefelder des Kompetenzzentrums sind:

  • die Verstärkung des MOE-Sprachen-Angebots (z. B. die Erweiterung der Unicert®-Angebote),
  • die Forcierung der MOE-Sprachanteile (bspw. das Projekt „Herkunftssprachen“, bei dem Studierende mit Muttersprache Russisch gezielt in der Konversation und dem wissenschaftlichen Schreiben gefördert werden),
  • die Einrichtung neuer Studienangebote im MOE-Bereich,
  • der Ausbau berufsbegleitender Sprachen-Angebote (unter anderem Sprachkurse im MOE-Bereich für externe Teilnehmende),
  • die Unterstützung der grenzüberschreitenden Forschung und des Technologietransfers (Ausbau eines grenzüberschreitenden Netzwerks von Wissenschaftler*innen und Entwickler*innen, die beispielsweise gemeinsam an den Aufgabenstellungen der nachhaltigen Energietechnik arbeiten),
  • die Weiterbildung von Beschäftigten (zum Beispiel indem Anreizpunkte zur Teilnahme an MOE-Sprachkursen gesetzt werden).

Ziel ist es zum einen, die bestehenden Wissenschaftspartnerschaften weiter zu vertiefen und zu vernetzen sowie die Studierenden entsprechend auszubilden. Zum anderen soll eine erweiterte internationale Öffnung der Hochschule erfolgen.

OTH mind überwindet Grenzen

Die OTH Amberg-Weiden ist zudem Teil des Projekt OTH mind, dessen Ziel die Öffnung der Hochschule für neue Zielgruppen ist. Im Rahmen des Projektes wird ein über die Region Ostbayern angelegtes akademisches Weiterbildungsangebot für lebenslanges Lernen entwickelt. Die Bildungsangebote adressieren insbesondere beruflich Qualifizierte, Studienabbrecher*innen sowie IT-Fachkräfte. Ein Ziel ist unter anderem die Sicherung der IT-Fachkräfte mit akademischem Weiterbildungsbedarf vor allem in kleinen und mittleren Unternehmen durch IT-Module im Kontext der Digitalisierung. Durch die internationale Öffnung der OTH Amberg-Weiden und das daraus resultierende „OTH AW Kompetenzzentrum Bayern – Mittel-Osteuropa (MOE)“ bietet sich ein über die Region hinaus angelegter Austausch zur Fachkräftesicherung an. Ein weiteres zukünftiges Zusammenwirken mit dem Kompetenzzentrum im Rahmen von OTH mind stärkt sich hinsichtlich der Zielsetzung der erweiterten Vernetzung von akademischer Weiterbildung über die regionalen Grenzen hinaus.