Artikel von Studierenden zum Projekt BRiNO

 

„Lernen ist wie Rudern gegen den Strom.

Hört man damit auf, treibt man zurück.“

 

Diese alte Weisheit von Laozi ist aktueller denn je und gilt auch für das Arbeitsleben. Nach der Ausbildung hat man sprichwörtlich „ausgelernt“ – doch ist das auch wirklich so?

Unsere Gesellschaft entwickelt sich in immer schnelleren Zyklen weiter und deshalb ist die persönliche Weiterentwicklung und Weiterbildung essentiell. Gerade im industriellen Sektor gilt es, auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Für die nördlichen Oberpfalz ein interessantes Thema: die Arbeitslosenquote von 2,4 % (Stand: November 2019 / Quelle: Bundesagentur für Arbeit) ist zwar sehr niedrig, jedoch auch die Akademikerquote mit lediglich 6,2 % (Stand: 2018)2. Für eine Region, die auch in Zukunft attraktiv und konkurrenzfähig ist, spielt unter anderem die akademische Weiterbildung eine Rolle. Hier setzt OTH Professional mit dem Projekt BRiNO (Bildungsregion Nordoberpfalz) an.

Das Projekt wird seit Oktober 2018 vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert. Bei der Entwicklung und Umsetzung von BRiNO setzte die OTH Amberg-Weiden auf ein großes, regionales Partnernetzwerk, zu dem neben mehreren Unternehmen auch die Städte Amberg, Weiden und Neumarkt sowie die Landkreise Tirschenreuth, Neustadt/Waldnaab, Amberg-Sulzbach, Schwandorf und Neumarkt gehören.

Doch was macht BRiNO eigentlich?

BRiNO bietet ein breites modulares Weiterbildungsangebot in verschiedenen Bereichen an. Dabei richtet es sich sowohl an die MitarbeiterInnen als auch die Unternehmen in der nördlichen Oberpfalz. Im Austausch mit den Unternehmen werden die benötigten Kompetenzen ermittelt und entsprechende Weiterbildungs- und ggf. Zertifikatsprogramme erstellt. Ein Zertifikat besteht aus mindestens drei Modulen, die einzeln belegt werden können und meist auf ein späteres Studium anrechenbar sind. BRiNO hat sich als Ziel gesetzt, künftig den Großteil der Inhalte im Blended-Learning-Format anzubieten, sodass diese orts- und zeitunabhängig erarbeitet werden können. Neben der individuellen Wissensvermittlung liegt auch ein besonderes Augenmerk auf dem Erfahrungsaustausch der MitarbeiterInnen verschiedener Unternehmen untereinander.

Aktuell sind LehrerInnen-Fortbildungen im mediendidaktischen Bereich sehr gefragt. Da auch der Unterricht in den Schulen immer moderner und medienfokussierter wird, müssen LehrerInnen sich auch im Umgang mit aktuellen Medien auskennen, um den SchülerInnen einen zeitgemäßen Unterricht zu ermöglichen. Deshalb gibt es Fortbildungen zur Medieneinbindung für einen modernen Unterricht.

Wieso entscheiden sich Unternehmen und deren MitarbeiterInnen für BRiNO?

Der Vorteil für Unternehmen, die nicht auf ein eigenes internes Fortbildungsprogramm setzen möchten, liegt bei BRiNO darin, dass mit Fort- und Weiterbildungen von externen Dozierenden neue Denkweisen erlernt und Sichtweisen über den Leitfaden des Unternehmens hinaus entdeckt werden können. Außerdem bietet BRiNO die Gelegenheit, sich im Vergleich zu einem berufsbegleitenden Studium nur auf die gewünschten Schwerpunkte zu fokussieren. Somit wird die zur Verfügung stehende Zeit neben dem Beruf optimal genutzt.

 

Für nähere Informationen:

OTH Professional:
www.oth-professional.de

Projekt BRiNO:
www.oth-professional.de/projekte/#c1009

Lehrerfortbildungen:    
www.oth-professional.de/lehrerinnen/

               
Autoren: Erik Klein, Johannes Krauß, Jonas Träger

 

Fußnoten:
1https://www.regierung.oberpfalz.bayern.de/leistungen/landesplanung/statistik/oiz_kompakt.pdf

2https://www.onetz.de/oberpfalz/plaedoyer-fuer-region-id2362815.html